Grundidee
Die Kombination nutzt definierte Kalenderfenster statt einer Marktprognose: S&P-500-Long-Trades um den Monatswechsel und zum Jahresende sowie einen kurzen DAX-Short in den Sommermonaten. Die Bausteine nutzen laut Historie gemeinsam ein Kapital und werden chronologisch fortgeschrieben.
Monatsultimo Long
In Januar bis Juli und Oktober bis November erfolgt der Kauf des S&P 500 am 26. des Monats, bei handelsfreiem Tag am nächsten Handelstag. Verkauft wird am 5. des Folgemonats zum Schlusskurs; falls dieser Tag handelsfrei ist, am vorherigen Handelstag. Die im Historie enthaltenen Einstiege und Ausstiege werden als vorgegebene Trade-Ereignisse verwendet.
Jahresendrally Long
Im Dezember erfolgt der Kauf am 15. Dezember, bei handelsfreiem Tag am vorherigen Handelstag. Der Verkauf erfolgt am 5. Januar, bei handelsfreiem Tag am folgenden Handelstag, jeweils zum Schlusskurs. Dieser Baustein hat denselben Long-Hebel und Stop-Loss wie Monatsultimo.
Sommerloch Short
Von Mai bis September wird zusätzlich ein DAX-Short eröffnet: am 20. des Monats, bei handelsfreiem Tag am nächsten Handelstag, zum Eröffnungskurs. Der planmäßige Verkauf erfolgt am 24. des Monats, bei handelsfreiem Tag am vorherigen Handelstag, zum Schlusskurs. Ein Short-Stop wird ausgelöst, wenn das Tageshoch das Stop-Level erreicht. Bei einer Eröffnung über dem Stop-Level gilt der höhere Eröffnungskurs als Ausstiegskurs.
Parameter und Risikohinweise
Standard laut Historie: Long-Hebel 3×, Long-Stop 5 %, Short-Hebel 1,5×, Short-Stop 5 %, Transaktionskosten 0,08 % pro Trade. Hebel und Stops können unten und im Portfolio Lab verändert werden. Ein 5-%-Stop ist ein ungehebelter Preisabstand; bei 3× Long-Hebel entspricht eine planmäßige Stop-Ausführung ungefähr 15 % Verlust auf den eingesetzten Strategiebaukasten zuzüglich Kosten. Beim Short können Kurslücken den vorgesehenen Stop-Verlust überschreiten.
Die Long-Stop-Logik der historischen Auswertung begrenzt die Trade-Rendite auf den Stop-Wert, bucht den Verlust jedoch erst am planmäßigen Ausstieg. Damit ist weder ein tatsächlicher Stop-Zeitpunkt noch ein möglicher Gap-Verlust rekonstruiert. Die Equity-Kurve zeigt nur realisierte Trade-Ergebnisse; Volatilität und Sharpe aus täglichen Marktbewertungen sind daraus nicht ableitbar.